Herzlich willkommen an der Horneckschule
Herzlich willkommen an der Horneckschule

Geschichte der Horneckschule

Bis 1806, als Gundelsheim in den württembergischen Staatsverband „einverleibt“ wurde, unterstand die Schulaufsicht der Deutschordensregierung in Mergentheim. 1784/85 wurde vom Orden in der heutigen Altstadt ein neues Schulhaus erbaut, da das alte baufällig geworden war.

Ein Visitationsbericht von 1786 merkt an, dass 83 Kinder von einem Lehrer in 6 Klassen unterrichtet wurden.

1820 wurde durch den württembergischen Staat eine zweite Lehrerstelle eingerichtet, 1837 ging das Schulgebäude in den Besitz der Stadt Gundelsheim über und um der Raumnot der Schule abzuhelfen, errichtete diese noch im selben Jahr ein zweites „geräumiges“ Schulzimmer im 3. Stock des alten Rathauses.

„Da die beiden Schullokale immer zu wünschen übrig ließen und den an sie gestellten Forderungen keineswegs mehr entsprachen, war die Stadt gezwungen, im Jahre 1909/10 an der Obergriesheimer Straße bzw. an der Abzweigung des Bachenauer Weges ein neues Schulhaus und daneben ein Wohnhaus für die beiden ständigen Lehrer zu bauen. Das Schulgebäude ist geräumig gebaut und enthält in zwei Stockwerken 4 große Klassenzimmer und die Wohnung für einen unständigen Lehrer. (…)

Am 1. November 1912 wurde infolge der wachsenden Schülerzahl eine 3. Schulstelle errichtet… Die Schülerzahl betrug am 1. Januar 1925 140.

Postkarte aus dem Jahre 1912

Seit dem Jahre 1910 untersteht die Volksschule dem Bezirksschulamt Heilbronn.“ (aus: Erwin Wörner, Chronik von Gundelsheim und Horneck nebst Umgebung. Gundelsheim 1925, S. 168)

 

Neben dieser katholischen Volksschule gab es seit 1889 eine eigene freiwillige evangelische Konfessionsschule, deren Unterrichtsraum sich im Pfarrhaus neben der Kirche in der Tiefenbacher Straße befand. Am 1. Januar 1925 besuchten 24 Kinder diese Schule. (Wörner, a.a.O., S. 170)

Das „neue“ Schulgebäude von 1910 in der Obergriesheimer Straße wurde bis Juli 1993 als Schule genutzt.

 

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war die Zahl der Einwohner von Gundelsheim um die Hälfte auf ca. 3000 Einwohner angewachsen. Dieser starke Anstieg machte sich natürlich auch bei den Schülerzahlen bemerkbar. Waren es 1939 180 Schüler, die in 4 Klassen unterrichtet wurden, so mussten im Jahr 1950 in 8 Klassen 330 Schüler versorgt werden.

 

1952 wurde mit der Planung eines neuen Schulgebäudes am damaligen Stadtrand an der Panoramastraße begonnen. In zwei Bauabschnitten sollte ein großzügiges, voll funktionierendes Schulgebäude mit Fachräumen und Hausmeisterwohnung errichtet werden. Doch die finanzielle Lage der Stadt ließ nur die Realisierung des 1. Bauabschnitts zu.

 Im Juni 1954 konnte ein Schulgebäude eingeweiht werden mit „4 Klassenräumen, 1 Naturlehresaal, 1 Zeichen- und Musiksaal, 1 Handarbeitsraum, 1 Raum für Werkunterricht, 1 Schulküche sowie verschiedene Nebenräume wie Rektorat und Lehrerzimmer“ (so die Baubeschreibung).

Bedingt durch die Bildungsreformen Mitte der 1960-er Jahre war die Erweiterung der Schule an der Panoramastraße eine zwingende Notwendigkeit: Seit Juni 1965 wurden die Böttinger Oberstufenschüler in Gundelsheim unterrichtet, 1968 kamen die Hauptschüler aus Bachenau, Tiefenbach und Höchstberg hinzu. So war es mehr als gut, dass nach nur zehnmonatiger Bauzeit im Februar 1968 der lange geplante 2. Bauabschnitt bezogen werden konnte, der mit 6 Klassenzimmern und 2 Kursräumen das Raumvolumen verdoppelte.

Im Frühjahr 1968 machte die Schulverwaltungsbehörde den Vorschlag, dass bei der neu gebauten Nachbarschafts-Hauptschule nicht – wie bisher von der Stadt vorgesehen – das Grundschulgebäude, sondern eine neu einzurichtende Realschule erbaut werden sollte.

Im Sommer 1969 stimmte das Kultusministerium der Einrichtung einer einzügigen Realschule in Gundelsheim zu. Beginn sollte das Schuljahr 1970/1971 sein, vorläufig als Außenstelle der RS Bad Friedrichshall.

Im Mai 1968 war vom Gemeinderat der Architekt Dr. Gabel aus Heilbronn, der auch die Hauptschule erbaut hatte, mit der Planung der Realschule beauftragt worden. 6 Klassenzimmer, 2 Kursräume, alle Fachräume und ein Gymnastiksaal sollten in einem zweigeschossigen Gebäude untergebracht werden.

Am 23. April 1971 konnte dann das Realschulgebäude feierlich eingeweiht werden. Der Vertreter des Oberschulamtes Stuttgart stellte in seinem Redebeitrag fest, hier stehe erstmals ein ganzes Schulhaus zur Verfügung, obwohl „erst eine Klasse angelaufen“ sei. Die freien Räume wurden der Sonderschule und der Grundschule zur Verfügung gestellt, bis sie von der Realschule gebraucht wurden.

Der Schulhausbau ging weiter:

Nach dem Schulentwicklungsplan III sollten auch die Grundschüler der späteren Teilorte von Gundelsheim in der Kernstadt in Jahrgangsklassen unterrichtet werden. Im September 1973 konnten 274 Grundschüler ihre neue Grundschule in der Oststraße feierlich in Besitz nehmen.

Angesichts der wachsenden Schülerzahlen und der schrittweisen Senkung des Klassenteilers war schon 1989 die Baumaßnahme „Umbau und Erweiterung der Haupt- und Realschule“ vom Gemeinderat ins Auge gefasst worden. Doch durch die schwierige Finanzsituation des Landes konnte der Antrag auf einen Zuschuss zur Erweiterung der Gebäude an der Panoramastraße erst im Juli 1996 positiv entschieden werden.

Die Bauarbeiten wurden im April 1997 nach den überarbeiteten Plänen der Architekten Fiedler, Frenkel + Stanger aus Stuttgart begonnen, im September des gleichen Jahres war Richtfest bei der Aufstockung des RS-gebäudes und am 24. Juli 1998 konnte die Fertigstellung und Einweihung der erweiterten Schule gefeiert werden.

Pro Jahrgangsstufe waren nun mindestens drei Klassenzimmer vorhanden, alle Fachräume waren auf den neuesten Stand gebracht, bzw. zusätzliche geschaffen worden und die Schulleitung und die Verwaltung hatten nun endlich angemessene Räume zur Verfügung. Insgesamt konnten in den generalsanierten Schulgebäuden 23 Klassenzimmer und die erforderlichen Fachräume untergebracht werden.

In seinem Grußwort zur Fertigstellung betonte der verantwortliche Architekt Manfred Stanger: „Zum ersten Mal können die Gebäudetrakte der Haupt- und Realschule, die 1954, 1968 und 1971 in drei Bauabschnitten entstanden sind, als einheitliches Schulzentrum bezeichnet werden: mit aufeinander abgestimmten Schul- und Funktionsbereichen, mit einer technischen Ausstattung und Möblierung und einer Gestaltung im Inneren und Äußeren, die den heutigen Erfordernissen entsprechen. Dies alles mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand und ohne die Architektur des Schultyps der 50er und 60er Jahre zu verleugnen.“

In diesem Zustand präsentiert sich die Haupt- und Realschule der Horneckschule bis heute.

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